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Wir vermitteln hohen Praxisbezug!

Die regional und überregional profilierten und gut verankerten privaten Bildungsunternehmen der Vantage Education Gruppe zeichnen sich durch praxisorientierte Aus- und Weiterbildungsangebote aus. Im Gespräch erläutert Anna Stelzig, Schulleiterin an der HSO Wirtschaftsschule Zürich Oerlikon, am Beispiel der Nachdiplomstudiengänge (NDS-HF) den praxisorientierten Ansatz.

  Anna Stelzig, Schulleiterin

 

Frau Stelzig, Sie bieten innerhalb der HSO Wirtschaftsschule unter anderem Nachdiplomstudien-Lehrgänge NDS-HF an. Was versteht man unter einem NDS-FH und welche Fachrichtungen stehen bei Ihnen im Vordergrund?

Anna Stelzig: Ein Nachdiplomstudium HF ist ein eidgenössisch anerkannter Titel. Höhere Fachschulen erhalten vom SBFI, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, nach einem Anerkennungsverfahren die Zulassung, diese Weiterbildung nach dem Rahmenlehrplan anzubieten. Ein Nachdiplomstudium HF kann die Vertiefung der Vorbildung oder eine Spezialisierung in unterschiedliche Richtungen zum Ziel haben. Das Studium dauert in der Regel eineinhalb Jahre und wird mit einer Diplomarbeit abgeschlossen. Es richtet sich an Studierende, die einen Abschluss auf Tertiärstufe absolviert haben, dies kann das Diplom einer Höheren Fachschule oder ein eidgenössischer Fachausweis sein. Die Studierenden sollten zudem mehrjährige Berufserfahrung aufweisen. Im Fokus des Studiums steht die Entwicklung von Managementkompetenzen und die Ausrichtung auf die Praxis. Die HSO Wirtschaftsschule bietet Nachdiplomstudiengänge HF in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Marketing und Verkauf, Projektmanagement sowie Change Management an.

 

 

 

 

 

 

 

Martin Pionke,
Standortleiter Basel & Luzern

 

Was ist der USP der NDS HF-Lehrgänge?

Wir vermitteln handlungsorientierte Kompetenzen mit hohem Praxisbezug. Ein Vorteil der HSO besteht in den sogenannten «Transferarbeiten», die sich direkt auf die individuelle Arbeitssituation des Studierenden beziehen. Somit kann die im Unterricht behandelte Theorie sofort in der Praxis angewendet werden. Die homogenen Klassen aus erfahrenen Kaderleuten fördern den praxisbezogenen Austausch über berufliche Herausforderungen in der Managementrolle und stärken entsprechend das Netzwerk. Highlight des Studiums ist die Intensivwoche, welche die Studierenden in die Schweiz oder ins benachbarten Ausland führt. Dabei wird das Modul Beschaffung und Logistik vor Ort unterrichtet. Durch Werksführungen – etwa bei Audi, Mercedes oder John Deere – wird der Bezug zur Praxis unmittelbar hergestellt. Die Studierenden erhalten wertvolle Einblicken in die Organisation, Abläufe und Strukturen der Produktionsstandorte.

 

 

Wie arbeitskompatibel sind die NDS-HFStudiengänge konzipiert?

Unsere NDS-HF-Lehrgänge umfassen ein Jahr Präsenzunterricht sowie vier Monate für die Diplomarbeit ohne Präsenz. Die Unterrichtsteilnahme ist am Abend, aber auch zweiwöchentlich am Freitagnachmittag und Samstag möglich, was die Abwesenheitszeiten im Unternehmen auf ein Minimum reduziert. Der modulare Aufbau des Lehrgangs ermöglicht zudem einen flexiblen Wechsel zwischen Tages- und Abendvarianten sowie Studienortwechsel pro Quartal. Dadurch können wir sehr individuell auf die berufliche Situation des Studierenden eingehen.

 

 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen sich nach einem NDS-Studium?

Das NDS-HF-Studium ermöglicht mit der entsprechenden Führungserfahrung einen direkten Einstieg in ein Executive Master of Business Administration Studium. Unser EMBA ist ACBSP akkreditiert und ermöglicht den Studierenden einen international anerkannten Master zu erwerben. Bereits während des Nachdiplomstudiums ist das Absolvieren von Schnuppermodulen im EMBA möglich, die bei einem späteren Besuch des Masterprogramms angerechnet werden.

 

 

Brauchen Sie weitere Informationen?
Wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich:

Zürich-Oerlikon: anna.stelzig@hso.vantage.ch . 043 205 05 15

Basel/Luzern: martin.pionke@hso.vantage.ch . 041 418 00 50

 

 

Success Story: Vom KV College Lernenden zum professionellen Musikproduzenten

Unter der neuen Rubrik "Success Story" werden auf hso.ch erfolgreiche Absolventen der HSO Wirtschaftsschule vorgestellt.

 

Success Story: Vom KV College Lernenden zum professionellen Musikproduzenten

Als Hobby-Songwriter hat Martin Häne der Passion für Musik schon früh Ausdruck verliehen. Der «self-made man» entwickelte sich Schritt für Schritt zum Komponisten und Produzenten weiter. Heute werden seine Songs von US Filmstudios unter Vertrag genommen und Sound Tracks für Werbespots lizenziert.

«Ein Musikstudium kam für meine Eltern nicht in Frage», erzählt der Vollblutmusiker. So startete er seine berufliche Laufbahn in einem Musikgeschäft, jobbte hier und da und widmete seine freie Zeit dem Songwriting. Mit einer seiner Kompositionen kam der gebürtige Aargauer durch Zufall mit dem TV-Sender MTV USA in Kontakt: «Ich entdeckte in der TV- und Filmmusik neue Möglichkeiten». Ergänzend zum Schreiben von Songs mit Gesang & Texten setzte der Wahlzürcher fortan auch auf instrumentale Musik für Film, TV und Medien. Um sich sein kostspieliges Noch-Hobby finanzieren zu können, brauchte Häne allerdings ein sicheres Einkommen. Er absolvierte bei der HSO Wirtschaftsschule das KV College, damit er als Kaufmann einen anerkannten Berufsabschluss vorweisen kann. «Diese praxisorientierte, kaufmännische Ausbildung hat mir als mittlerweile Selbständigerwerbender hohen Nutzen gebracht», sieht sich der 36-Jährige bestätigt. Sich zum Beispiel mit adressatengerechter Korrespondenz auszudrücken, über Buchhaltung sowie Rechnungswesen Bescheid zu wissen ist für den Komponisten und Produzenten genauso wichtig wie Rechtsgrundlagen zu kennen.

Mit Sounds «on track»

Mit dem Fähigkeitszeugnis in der Tasche, fand der Musiker schnell eine Teilzeitstelle, die ihm die Existenz sicherte. Im eigenen, kleinen Tonstudio baute er mit viel Fleiss, Geduld und Knochenarbeit sein zweites Standbein auf, die Karriere als Komponist und Produzent. Intensive Akquirierungs-Bemühungen führten schliesslich dazu, dass renommierte Musikverlage in den USA, Grossbritannien, Deutschland, Tschechien und Australien die Kompositionen des im Zürcher Unterland Wohnhaften unter Vertrag nahmen. Das US-Filmstudio Dreamworks setzt im Film «People Like us», mit Michelle Pfeiffer in der Hauptrolle eine von Hänes Jazz-Melodien ein. Das bekannte US-Filmstudio Lions Gate lizenzierte ebenfalls einen RnB-Pop-Songs für den Film «Warrior» mit den Schauspielern Tom Hardy und Chuck Norris. Seine Instrumentals wurden in Spielfilmen wie «Girls United» und «Lippels Traum» eingesetzt, US-TV-Shows wie «Chase» und «Melrose Place» und auch das Schweizer Fernsehen benutzten Häne’s Sound Tracks. Unternehmen setzen für Werbe- und Multimediaproduktionen auf ihn, für die HSO Wirtschaftsschule vertonte er bereits mehrere Spots. 1000 Kompositionen umfasst mittlerweile das Repertoire von Martytone, wie der Musiker sein Unternehmen nennt. Der Profi hat sich durch eine hohe Spezialisierung und Schnelligkeit einen Namen gemacht und verfügt über ein weltweites Netzwerk an Partnern wie Orchestratoren, Textern und Musikern.

Erfolg dank Zielorientierung

Trotz Erfolgen ist Häne bescheiden geblieben. «Es ist möglich, in der Musikindustrie Fuss zu fassen & auch gut davon leben zu können – allerdings braucht es dazu nebst einem langen Atem auch viel Fleiss, Disziplin und das nötige Quäntchen Glück – dass diese Faktoren alle zusammen kamen & alles geklappt hat, dafür bin ich sehr dankbar», gibt der gelernte Kaufmann zu verstehen.

Dass er nicht Musik studieren konnte, bereut der Musiker, der sich neben seinem Job am liebsten in der Natur aufhält, nicht. Im Gegenteil, dass er sich konsequent am Markt orientierte, sich am KV College der HSO das nötige kaufmännische Rüstzeug für sein kleines Unternehmen holte, erweist sich im Nachhinein als Erfolgsrezept. So komponierte und produzierte er, was von seinen Kunden und Musikverlagen gesucht war und arbeitete konsequent zielorientiert. «Zudem blieb mir so das Notenlesen erspart», gibt Häne schmunzelnd zu – er will auch in Zukunft auf die Berufspraxis statt aufs Studium komplizierter Partituren setzen.

Martin Häne, www.martytone.ch

"3 Fragen zu...": Unternehmensnachfolge

„3 Fragen zu… Die HSO fragt, Experten geben Antwort“ - Die neue Informationsreihe der HSO Wirtschaftsschule: Kompakte und relevante Antworten zu aktuellen und interessanten Themen

 

Stabübergabe in der Unternehmensnachfolge

 

„In den nächsten fünf Jahren haben rund 60‘000 Unternehmen ein Nachfolgeproblem“. Ein Interview mit Bernhard Krättli von Krättli Consulting zum Thema Nachfolgeregelung.

 

Die Unternehmensnachfolge wird immer mehr zum Thema. Wer sind Ihre Kunden?

Ja, immer mehr Unternehmen müssen sich mit diesem Thema auseinander setzen. Für Grossfirmen sind dies eher unternehmensstrategische Planungsvarianten, welche die Zukunft der Unternehmen sichern und die Risiken minimieren. Wenn man die Schweizer Unternehmensstruktur aber etwas genauer unter die Lupe nimmt, haben über 95% der über 300‘000 Schweizer Unternehmen zwischen 1 und 49 Mitarbeiter und gelten so als Kleinunternehmen. Interessanterweise hat die überwiegende Mehrheit dieser Unternehmen (fast 90%) zwischen 1 und 9 Mitarbeiter.

Für grössere Beratungsfirmen und Banken sind diese Kleinunternehmen eher von untergeordneter Bedeutung. Da springen nun Unternehmensberater und Treuhänder ein, um die Kleinunternehmen zu beraten. Von diesen Kleinunternehmen haben in den nächsten fünf Jahren, aufgrund der demographischen Entwicklung mehr als 20% ein Nachfolgeproblem. Das sind über 60‘000 Schweizer Kleinunternehmen.

Was ist bei einer Unternehmensnachfolge zu beachten?

Die Unternehmensnachfolgeregelung ist ein komplexes Thema. Ich erlebe es immer wieder, dass bestehende Treuhänder und Unternehmensberater von der Komplexität der verschiedenen Themen überfordert sind.

Insbesondere gilt es Themen wie Unternehmenswert, Steuern, rechtliche Situation und Konsequenzen, Versicherung, Vorsorge, Immobilien, Standortbestimmung, Businessplan und Finanzierung abzuklären. Weiche Faktoren darf man jedoch keinesfalls vernachlässigen. Selbstverständlich ist natürlich die Nachfolgesuche das wichtigste.

Was meinen Sie mit weichen Faktoren?

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre Unternehmung aufgebaut und ein Leben lang betreut und mit viel Herzblut betrieben. Vielleicht wollten Sie die Unternehmung Ihren Kindern weitergeben. Diese sind vielleicht aufgrund der verschiedenen Entfaltungs- und Verdienstmöglichkeiten die sie im Arbeitsmarkt erhalten, gar nicht interessiert an der Übernahme der Unternehmung. Es werden nur noch rund 40% der Kleinunternehmen innerhalb der Familie übertragen. Da müssen Sie schon die erste Enttäuschung verdauen. Dann kommt die Unternehmensbewertung. Jemand erklärt Ihnen, wie Ihre Unternehmung bewertet wird. Nicht berücksichtigt wird Ihr investiertes Herzblut, die turbulenten Zeiten, die Sie gemeistert haben, die Schwierigkeiten die überwunden wurden, all die Fehltritte bis Sie erfolgreiche Produkte hatten, all die Samstage und Sonntage an denen Sie sich für die Firma geschunden haben. Ein potenzieller Nachfolger wird diese Faktoren nicht bewerten. Im Gegenteil. Vielleicht wird der Return on Investment aufgrund Ihres zu geringen Unternehmerlohns noch künstlich verlängert.

All diese Faktoren können Firmeninhaber bei der Nachfolge entmutigen und frustrieren. So wird die Nachfolgeregelung zu einem mühsamen und unrühmlichen Karriereende.

Was können Sie für diese Unternehmer tun?

Das wichtigste ist Transparenz und Offenheit. Mit dem nötigen Feingefühl, muss man diesen Unternehmern die Überlegung der Nachfolger näherbringen. Sobald die Unternehmensnachfolge sachlicher betrachtet wird, kann es ein freudiges Projekt werden.

Wo gibt es im Nachfolgeprozess kritische Schnittstellen?

Der kritischste Fakt ist sicher die Themenbreite und deren Komplexität. Die rechtliche Situation zum Beispiel beinhaltet nicht nur die Unternehmensnachfolge. Ehe- und Erbschaftsverträge der Verkäufer sind genauso wichtig. Somit muss ein spezialisierter Jurist beigezogen werden. Für eine Unternehmensbewertung brauchen Sie einen Finanzfachmann, für die weichen Faktoren einen Psychologen, für Versicherung und Vorsorge einen Versicherungsfachmann und für die Beratung und die Nachfolgesuche einen cleveren Consultant. Eine Person kann all diese Anforderungen kaum erfüllen.

Wo kann ich zusätzliche Informationen einholen bzw. von welcher Stelle erhält man Unterstützung?

Gute Unterstützung gibt es anhand des Nachfolge-Navigators. Dort sind die Themen genau beschrieben. Auf www.nachfolge-navigator.ch kann man zusätzlich Checklisten und wichtige Formulare individuell kreieren. Zudem veranstaltet die Consulta AG in Zusammenarbeit mit der AXA Versicherung in der ganzen Schweiz regelmässig Nachfolgeseminare.

Haben Sie für Unternehmer, welche eine Nachfolge regeln müssen noch einen guten Rat?

Grundsätzlich sollte ein Experte beigezogen werden. Leider sind nicht alle selbsternannten Experten wirklich auch fähig, das komplexe Thema zu behandeln. Das kann eigentlich niemand alleine machen. Man braucht also ein Team von Experten, welchen man vertraut.

Weiterer ultimativer Tipp: Unterschreiben Sie keinen Nachfolgevertrag, sofern Sie nicht haargenau über die steuerlichen Folgen im Bilde sind. Gerade im Bereich der Teilliquidation könnte dies sogar nachträglich noch immense finanzielle Folgen für den Verkäufer haben.

 

Bernhard Krättli

eMBA in General Management und eidg. dipl. Verkaufsleiter

Inhaber von Krättli Consulting / Kravel GmbH
Partner einer Zürcher Unternehmensberatung für Nachfolgeregelungen (Consulta AG)
Inhaber eines Kinder- und Sachbuchverlags